Donnerstag, 16. Dezember 2010

Geschafft: fembike ist online

Fotolia XIII - Fotolia.com
Die letzten Tage waren aufregend. Am Montag war es endlich so weit und www.fembike.de wurde offiziell frei geschaltet. Als Portal versteht sich fembike als Marktplatz, auf dem bestehende Angebote für Frauen gebündelt und neue kreiert werden.

Stöbern könnt Ihr schon im redaktionellen Teil, der die erste Stufe der Plattform ist. Er spricht Themen an, die in der Motorradpresse keinen Platz finden. Eine Kombination aus Lifestyle, Mode, Reisen und Motorrad. Da sich das Portal noch im Aufbau befindet, wird es an der ein oder anderen Stelle noch ein paar Veränderungen geben. Es werden sicher noch ein paar neue Menüpunkte dazu kommen und somit das Inhaltsspektrum erweitert.

Als nächstes folgt die Veröffentlichung der Angebote. fembike vermittelt Technikkurse, Sicherheitstrainings und Reisen - überregional und überweigend für Frauen. Darüber werde ich im Newsletter informieren.

Ziel von fembike ist es, Bikerinnen einen Ort zu bieten, an dem sie sich angenommen und verstanden fühlen, Frauen Mut zu machen, sich ein eigenes Motorrad zu leisten sowie diejenigen zu motivieren, die noch keinen Führerschein haben, aber schon lange davon träumen.

fembike wird 2011 auf einigen Messen sein. Karlsruhe und Friedrichhafen stehen schon fest. Ich würde mich freuen, wenn wir uns dort treffen.
 

Montag, 6. Dezember 2010

fembike startet am 13.12.2010

Ein Internetportal auf den Weg zu bringen ist schon ziemlich aufregend und auch umfangreich. Es braucht nicht nur gute Texte und schöne Bilder, sondern auch eine ausgefuchste Technik und eine übersichtliche Struktur, die zig Dinge berücksichtigen muss. Zudem sind Tests und eine Qualitätssicherung erforderlich. Das kostet Zeit und zerrt manchmal ganz schön an den Nerven.

Zum Glück habe ich tolle Leute um mich herum, die mich unterstützun und mit mir auf den Start von fembike fiebern. Doch leider wurde nicht alles bis heute fertig. Und so verschiebt sich der Launch um eine Woche auf den 13.12.2010.

Einen kleinen Ausblick auf die Rubriken und die Themen kann ich Euch aber schon geben:
  • Motorrad: Die bei Frauen beliebtesten Motorräder aus der Saison 2010 werden vorgestellt. Dazu hat fembike sieben Motorradhersteller befragt und wollte auch wissen, welche Aktivitäten gezielt für Frauen auf der Agenda stehen.
  • Unterwegs: Wer noch ein schönes Reiseziel mit dem Motorrad im nächsten Jahr sucht, kann sich über das wunderschöne Madeira informieren. 
  • Lifestyle: Fit fürs Bike - mit welchen Sportarten könnt Ihr Euch auf die nächste Saison vorbereiten und auch fit bleiben.

Freitag, 5. November 2010

Unterwegs mit Karte, Navi und Intuition

© pathermedia/jcb_p
Bisher war ich bei Touren meist an zweiter Stelle hinter dem Guide oder irgendwo in der Gruppe unterwegs. In Florida allerdings bin ich voraus gefahren. Freie Sicht auf breite Straßen. Dank des Roadbooks mit Karten aus Google Maps hatten wir die tägliche Entfernung - allerdings in Meilen - sowie eine Wegbschreibung von Hotel zu Hotel.

Außerdem habe ich eine Florida-Motorradkarte an der Harley-Station in Miami gekauft. Zur Sicherheit hatten wir auch ein Handy mit Navigationssoftware dabei. Meist war das Kartenmaterial ausreichend. Außer in Miami. Die Stadt mit ihren vier Autobahnen und Straßen, die sich nach der Himmelsrichtung ausrichten und zusätzlich nummeriert sind, verwirren mich. Auch mit Intuition, mit der ich oft richtig lag, konnten wir hier den Weg nicht finden.

© pathermedia/travis_m
Der Versuch eines hilfsbereiten Streifenpolizisten mir die Aufteilung der Stadt zu erklären, war gut gemeint, half aber auch nicht sehr viel. Also musste das Navi eingeschaltet werden. Auch hier gab es Tücken, denn wir hatten unterschiedliche Adressangaben. So spielten wir mehrere Versionen durch, bis es endlich ein Ergebnis fand.

Es führte uns auf einen Parkplatz am Flughafen. "Alle, die ein Navi haben und in die 15. Straße wollen, landen bei mir," sagte der freundliche Parkplatzwächter und beschrieb mir den Weg über den Parkplatz und weiter zum Hotel. Ich war ziemlich erleichtert, als wir endlich ankamen.

Da wir natürlich keine Halterung für das Handy hatten, mussten wir improvisieren. So wurde es kurzerhand an den Tankschutz gebunden. Besser wäre vermutlich ein "richtiges" Navi gewesen mit einer einfachen Befestigung, wie sie z.B. bei www.navigations-zubehoer.de für unterschiedliche Geräte erhältlich ist.

... schnell montiert.

Navitasche mit Halterung ...















(Bilder: www.navigations-zubehoer.de)

Montag, 1. November 2010

Wieder zurück - Florida war ein Traum

Check bei der Übernahme der Harleys bei Eagle Rider in Miami

Was soll man tun, wenn man einen traumhaften Urlaub in Florida verbracht hat, nach 9 Stunden Flug - ohne Schlaf - wieder heim kommt und feststellt, dass der Fotoapparat weg ist? Heulen, verzweifelt sein, sich ärgern und verwünschen, sich sinnlose Fragen stellen, z.B. warum man nicht noch einmal nachgeschaut hat, ob er noch da ist ...? Oder Handeln: eine E-Mail an die customer-care-Abteilung am Flughafen schicken, in USA beim Harley-Vermieter, der Bar vom letzten Abend und im Hotel anrufen? Weder Jammern noch Forschen haben etwas genützt. Kamera und Bilder sind futsch.

Was bleibt ist ein unvergleichlicher Urlaub mit traumhaften Stränden, golden glänzendem Wasser in der Abendsonne, Palmen überall, warmem Fahrtwind, fahren im T-Shirt, das Blubbern der Harleys ...

Am südlichsten Punkt der USA


Die Tour begann in Miami und führte uns über unzählige Brücken vorbei an ebenso unzähligen Pelikanen nach Key West.

Über den Tamiami-Trail fuhren wir schnurgerade durch die Everglades mit dem Ziel Naples. Wilde Krokodile, Kormorane, Greifvögel und Schildkröten konnten wir unterwegs beobachten.

Vom beschaulichen Naples ging es weiter in das mondäne St. Petersburgh. Die Strecke am Golf von Mexiko war wunderschön. Mit dem Blick auf breite Strände gesäumt von luxoriösen Villen und Hotels fuhren wir im T-Shirt bei 28 Grad Celsius in den Sonnenuntergang.


Wilde Krokodile -
die Pipipause hier habe ich mir doch lieber verkniffen
Am nächsten Tag wollten wir früh los. Wir hatten uns vorgenommen ganz romantisch am Strand zu frühstücken. So saßen wir schon um 08:45 Uhr auf den Harleys - doch die eine streikte. Nach einer Stunde Wartezeit kam der amerikanische Motorrad-ADAC mit einem Abschleppfahrzeug. Zum Glück kam es nicht zum Einsatz, denn das Problem konnte schnell behoben werden - ein Kontakt an der Batterie hatte sich gelöst. Das Frühstück war dann nicht mehr ganz so romantisch dafür aßen wir erleichtert, dass es kein großer Schaden war.

On the Road again
Weiter ging es nach Orlando. Die Strecke fuhren wir über die Autobahn - ein sogenannter Tollway. Leider wussten wir nicht, dass es hier keine Tankstellen gibt - im Gegensatz zu allen anderen Strecken. Die Benzinleuchte ging an und ich machte mir Sorgen, ob wir es noch zur nächsten Tankstelle schaffen. Auf dem letzten Tropfen sind wir dahin gerollt.

Von Orlando ging es nach Stuart, entlang an der raueren Atlantikküste und zurück nach Miami, wo wir den letzten Abend unseres traumhaften Urlaubs in South Beach verbrachten.

Danke Glücksfee für diesen tollen Gewinn und danke Eagle Adventure Tours für die gute Organisation und Vorbereitung.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Wir sind dann mal weg - Harley fahren in Florida

It´s cool man!
Ich kann es kaum noch abwarten. Die Reiseunterlagen von Eagle Adventure Tours kamen in einem Paket! Darin waren zwei T-Shirts und Bandalas, stabile Kofferanhänger mit Karabinerhaken, ein ausführliches Roadbook und die Tickets - natürlich. Gestern habe ich meine abgelatschten Bikerstiefel vom Schuster abgeholt. Ich alter Spießer will ja ordentlich aussehen. Außerdem habe ich mir eine Lederjacke und einen Jet-Helm ausgeliehen. Meine normale Ausrüstung in Textil und mit Klapphelm  - das geht wirklich nicht auf einer Harley. Die Taschen sind soweit gepackt und ich fiebere unserem Abenteuer entgegen: 8 Tage Florida auf einer Harley Davidson erkunden. Geniales Wetter, traumhafte Landschaften - Freiheit pur.

Probesitzen: Softale Heritage auf der Intermot 2010

Wie ich zu diesem Abenteuer komme, erfahrt Ihr hier: Hauptgewinn auf der Motorradmesse in Sinsheim

Sonntag, 10. Oktober 2010

Intermot 2010: Impressionen vom Motorradgottestdienst

Am Samstag 09.10. war ich beim MoGo in Köln. Die ersten Motorräder treffen ca. eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes ein. Der Vorplatz am Dom ist bereits abgesperrt, Ordner in gelben Westen geben Einweisungen. Die meisten fahren gemütlich ein und warten geduldig in der Schlange, die sich nach und nach bildet. Allmählich füllt sich der Platz. Immer mehr BikerInnen treffen ein, mit allen möglichen Maschinen. Ich spreche Frauen an, verteile meine Flyer und mache Eigenmarketing.


Vor dem Eingang zum Dom drückt mir ein Typ in Kutte einen Flyer in die Hand. Auf meine Frage, wofür er denn werbe, erzählt er mir etwas von "Tatort Straße" und, dass man nur im Glauben an Gott Frieden finden kann. Prinzipiell kann ich ihm da ja zustimmen, doch leider sagt er mir das mit einem extrem aggressivem Unterton und ich frage mich, ob er sich eigentlich auf einen Angriff meinerseits vorbereitet hat. Wundern würde es mich nicht, denn immerhin wissen einige der Biker nicht einmal, dass im Dom tatsächlich ein Gottesdienst stattfindet ...

Die Stimmung draußen ist entspannt. Es wird geplaudert, geraucht, die Bikes bestaunt und Fotos gemacht. Da ich in eigener Mission unterwegs bin, gehe ich nur kurz in den Dom. Ich bin überrascht, dass doch so viele Biker den Gottesdienst besuchen.

Negativ aufgefallen sind mir allerdings die dröhnenden Trikes. Ein Fahrer trägt einen Helm, der wie ein Totenkopf aussieht. Was muss einen plangen, um sich einen Totanschädel über den Kopf zu stülpen?!? Durch die Augenlöcher schient das Gesichtsfeld auch ziemlich eingeschränkt zu sein. Wahrscheinlich ist der Besuch eines Gottesdienstes dringend erforderlich.

Schließlich suche ich mir draußen einen guten Platz, um die Abfahrt zu filmen. Es dauert über 20 Minuten, bis das letzte Motorrad vom Vorplatz rollt. Leider hat mein Akku nicht bis zum Schluss durchgehalten. Hier findet Ihr die ersten 10 Minuten des Abschlusses des MoGo in Köln:
 






Montag, 4. Oktober 2010

Ein Logo, das Deinen Namen trägt - hoch am Himmelszelt - schenk ich mir heut Nacht


Noch ganz inspiriert vom Oktoberfest in Saarlouis (ja - da geht nämlich die Party ab mit leckerem Festbier und erstaunlich sauberen Toiletten mit Klopapier - aber das nur am Rande), schalte ich heute meinen Rechner ein und finde zig Mails - neue Newsletterabonnenten - o.k. es sind Testmails. Aber sie kommen von meiner neuen Website:

www.fembike.de ist mit einer Interimsseite am Wochenende online gegangen. Während ich in Saarlouis gefeiert habe, gaben fleißige Bienchen im Hintergrund Gas und haben für fembike ein erstes Gesicht kreiert.

Die Auswahl des Logos war für mich ziemlich spannend. Ich habe einige Bikerinnen und Marketing-Expertinnen zurate gezogen. In der naiven Hoffnung, dass alle ein Logo gut finden, lobte ich mich schon mal für meine geniale Idee. Es kam natürlich anders. Und jedes Feedback war für mich nachvollziehbar. Warum die eine Farbe besser gefällt als eine andere, welcher Slogan eingängiger ist und Ideen was ich noch machen könnte.

Jedenfalls stellte sich heraus, dass die Bikerinnen ein anderes Logo bevorzugten als die Marketing-Fachleute. Was sollte ich also tun? Als Bikerin, die sich auch als Marketingfachfrau versteht und umgekehrt, sah ich nur eine Lösung: Welches Logo gefällt denn mir am besten? Und mit welchem Logo kann ich am besten arbeiten?

Quelle: www.pinkstyle.de
Da ich ja weiß, dass pink - genauer gesagt magenta - nicht die Lieblingsfarbe von Bikerinnen ist, vor allem, wenn sie die 5 überschritten haben, tobte eine heftige Debatte in meinem Kopf:

Kann ich es wagen pink zu nehmen oder ernte ich dafür Verachtung? fembike ist ja kein Portal für Girlies sondern für erwachsene Frauen. Mögen erwachsene, motorradbegeisterte Frauen magenta? Mh, immerhin steht die Farbe für Idealismus, Dankbarkeit, Engagement, Ordnung und Mitgefühl. Sie hat auch etwas von Snobismus, Arroganz und Dominanz. Da ist doch für jeden was dabei. Also, ich bleibe bei magenta.

Das Logo hat übrigens die Grafikerin Christine Kern von www.kern-site.de erschaffen. Die technische Umsetzung von fembike macht Kai Frech von www.freche-loesungen.de.

Montag, 13. September 2010

Wellness fürs Motorrad - Technikkurs für Frauen

Karin Holst kennt sich aus
Die Motorradsaison klingt langsam aus, die ersten Christstollen liegen schon in den Regalen der Supermärkte und Kälte und Regen locken einen auch nicht mehr auf die Straße. Dein Zweirad hat jetzt Pause. Damit es gepflegt durch den Winter kommt und in der nächsten Saison schnell wieder fit ist, kannst Du ihm etwas Gutes tun:

Wellness fürs Motorrad ist ein Technikkurs für Frauen. Er beinhaltet einen gründlichen Check, den Du selber – unter fachkundiger Anleitung – an Deinem eigenen Motorrad durchführst.

Karin Holst, passionierte Bikerin und Veranstalterin von Technikkursen und Fahrtrainings für Frauen, leitet den Kurs, unterstützt von Bernhard Müller, Zweiradmechanikermeister und Experte für Motorradtechnik und –instandsetzung. Falls Du nicht mit dem eigenen Motorrad kommen kannst, schaust Du Karin einfach über die Schulter.

Termin:  Samstag, 25.09.2010
Ort:  Fahrschule Linder, Bismarckplatz 18, 84034 Landshut
Zeit:  13:00 – 19:00 Uhr
Kosten:  85,- Euro pro Person

 Bring eine Freundin mit. Sie zahlt nur 65,- Euro!
Anmeldung:  bitte das Formular ausfüllen
AGB:  AGB zum download (pdf)


Der Wellness-Tag enthält:
Kupplungshebel optimal einstellen 
  • Kleine Werkzeugschule: Gabel und Maul, Ring und Ratsche, Nuss und Bit
  • Kontrolle aller Flüssigkeiten im Motorrad ggf. Einweisung für Ölwechsel
  • Bremsen-Check
  • Kette: pflegen, spannen, fetten ohne Hauptständer, Tipps zum Kettenwechsel
  • Batteriepflege, Ein- und Ausbau, Winterpflege
  • Luftfilter
  • Reifen-Check: Verschleiß und Luftdruck
  • Fahrwerksoptimierung
  • Elektrik: Nothilfe mit Bordmitteln
  • Beleuchtungs-Check: Glühbirnen wechseln, Sicherungen finden und wechseln
  • Sitzergonomie

Gastgeber: Fahrschule Linder in Landshut
Getränke und ein kleiner Snack sind ebenfalls im Angebot enthalten.

Das müsst Ihr mitbringen:
  • Euer Motorrad
  • Führerschein
  • Handbuch
  • Bordwerkzeug (falls vorhanden)
  • Kleidung zum Umziehen (alte Jeans und Turnschuhe)
  • Gute Laune, Neugierde und 1.000 Fragen

Die Veranstaltung ist der Auftakt zu einer Reihe weiterer Technikkurse für Frauen, die ab März 2011 in Werkstätten in ganz Deutschland durchgeführt werden sollen. Initiiert und vermarktet werden die Kurse von Frauke Tietz. Sie launcht ein neues Internetportal für motorradbegeisterte Frauen, das im November online gehen wird. Neben Technikkursen, findet die intelligente Bikerin dort Sicherheitstrainings und Touren sowie journalistisch aufbereitete Berichte zu Motorrad-, Frauen- und Life-Style-Themen.

Weitere Infos: www.motorradfahrspass-fuer-frauen.com

Donnerstag, 9. September 2010

Mittagspause mit Baby

jena/pixelio.de
Wie vielen, die im home-office arbeiten, fehlt auch mir tagsüber der Kontakt zu anderen Menschen. Deshalb habe ich beschlossen, mich in der Mittagspause zu verabreden. Das hat den Vorteil, dass ich erstens tatsächlich eine Pause mache und zweitens unter Leute komme. Doch wer, außer weiteren Heimarbeitern, hat Zeit? Antwort: Junge Mütter. Da ich in der Altersgruppe zwischen Mitte 30 und weit unter 40 bin, befinden sich zahlreiche Mütter in meinem Freundeskreis. Und wie es der Zufall will, erreicht mich die Mail einer Freundin, in der sie ankündigt, den Baby-Öffentlichkeits-Test inkl. Bustransfer zu wagen und sich mit mir treffen möchte.

Es klappt auch alles wunderbar. Baby schläft friedlich, wir schlendern über den Markt und bestellen im Öko-Lädchen etwas Feines zu essen. Just in dem Moment in dem das Essen serviert wird, meldet sich der kleine Wurm mit Weinen. Das wäre noch nicht so schlimm, denn im Öko-Laden hat man natürlich Verständnis. Auch umsitzende ältere Damen wechseln das Thema und tauschen sich über Kindererzeihung aus.

Doch leider ist das Baby trotz liebevollem Rumtragens und dem Angbot aus der Milchbar nicht zu beruhigen. Meine Freundin hatte einen Salat bestellt, den lässt sie sich nach einer Stunde einpacken. Meinen Auflauf habe ich mittlerweile alleine gegessen und noch einen Kaffee hinterher getrunken. Kaum sind wir draußen, schläft die Kleine in ihrem Wagen ein. Irgendetwas in dem Öko-Laden scheint ihr nicht gefallen zu haben. Kann man einem Engel etwas übel nehmen? Nein, natürlich nicht. Und so beschließen wir, einen erneuten Versuch zu wagen.

So war diese Mittagspause nicht nur ein Kontakt zu anderen Menschen sondern noch ein Ausflug in eine andere Welt.

Mittwoch, 8. September 2010

Rallye Dakar meets Tango

www.dirtgirls.de
Tina Meier hat wieder eine tolle Veranstaltung organisiert. Sie berichtet in einer Dia-Show über ihre Erlebnisse auf der Dakar-Rallye. Im Anschluss gibt es Milonga zum Zuschauen und Mittanzen. Je ein Euro pro verkaufter Eintrittskarte geht an www.strassenkids.de. Leider ist Hamburg zu weit weg für mich. Darum beneide ich alle, die in und um Hamburg wohnen und sich die "Dakar meets Tango"-Nacht nicht entgehen lassen.

Wann:
  • Freitag 10.09.2010
  • Beginn Dia-Show 19:30 Uhr
  • Beginn Milonga ca. 21:45 Uhr
Wo: Im wunderschönen Saal des Zollenspieker Fährhauses mit Aussicht auf die Elbe.

Eintritt: 
  • 10 € Dia-Show mit Milonga
  • 6€ nur Milonga

Freitag, 27. August 2010

Jetzt geht´s los - Business ist angemeldet

©h.lunke / pixelio.de
Heute Morgen war ich im Gewerbeaufsichtsamt, damit meine Geschäftsidee amtlich wird. Das war ganz schön aufregend. Ein Invest von 25 EUR, ein ausgefülltes Formular und einen Stempel drauf gekriegt - et voilá - schon bin ich selbstständig. Das Ganze hat 10 Minuten gedauert. Und ich hatte einen Zahlendreher in die Hausnummer eingebaut. Das passiert leicht, bei so wichtigen Entscheidungen, die dem Leben eine neue Richtung geben. Wahrscheinlich ist das so ähnlich wie beim Heiraten. Auch nur eine Formalität - aber das ganze Leben wird davon beeinflusst. Heute Abend werde ich ein bißchen feiern, mich als Chefin fühlen und mit einem guten Gefühl den heutigen Tag beenden.

Allein unter Männern - Dolomiten 2010

Tag 1: Das Kennenlernen

Tour-T-Shirt
Nach der Amazonentour war jetzt das Kontrastprogramm angesagt. Eine Männertour. Ausgerüstet mit entsprechendem Tour-T-Shirt, fuhren wir als "Schneewittchen und die 7 Zwerge" nach Südtirol. Ein Zwerg hatte leider vor der Tour abgesagt (die Shirts waren allerdings schon gedruckt), zwei haben wir unterwegs aufgelesen. Mit "Ah, Du bist des Mädel," wurde ich begrüßt. Schwankend zwischen beschweren, weil ich ja emanzipiert und außerdem Schneewittschen bin, und freundlichem Lächeln, weil mein selektives Gehör im Unterton Bewunderung wahrnahm, entschied ich mich für letzteres und hatte damit meinen Platz in der Gruppe erhalten.

max. Reichweite 200 km
Selbstverständlich fuhr ich an zweiter Position, direkt hinter dem Tourguide. Die Position gefällt mir gut, freie Sicht, ich kann nicht verloren gehen und jemand mit einem guten Fahrstil fährt voraus. Alles Aspekte, die mir Sicherheit geben. Trotzdem haftet dieser Position an, dass sie vom langsamsten Fahrer eingenommen wird. Und das kratzt an Schneewittchens Ego, weil es mich in eine Rolle drängt, die ich schon lange verlassen habe. Allein unter Männern - da kommen die alten Muster wieder zum Einsatz. Und das passiert automatisch und auch nicht böswillig. Beschützen und beschützt werden. Und ich bin hin und hergerissen, weil ich dieses klischeehafte Rollenverhalten nicht will, mich andererseits sehr wohl fühle - als Schneewittchen. Meine Zwerge haben derweil ganz andere Sorgen. Die kleine MV hat schon wieder Durst.

Timmelsjoch
Meine Befürchtung das fahrerische Können von Schneewittchen könnte ungenügend sein, erwies sich als völlig unbegründet. Denn während ich am Tourguide klebte, riss die Gruppe immer wieder auseinander. Das schnelle und damit auch anstrendende Tempo war nicht jedem Zwerg recht. Und ich fand es gut, dass es thematisiert wurde. Ehrlich gesagt, war ich überrascht. Bisher hatte ich die Erfahrung gemacht, dass sich Männer lieber in Gefahr bringen, anstatt zuzugeben, dass sie langsamer fahren möchten. Selbstbewußtsein satt Selbstüberschätzung - die Zwerge haben  Schneewittchen beeindruckt.

Nach 570 km kamen wir endlich in der "Traube" in Barbian beim Heiner an. Mein Hintern hat gekribbelt, dass ich dachte, nie mehr sitzen zu können: 200 km auf der Autobahn, dann Oberjoch, Hantennjoch, Timmelsjoch, Jaufen und Penserjoch und das bei 30 Grad. Natürlich haben wir auch Pausen gemacht. Zum Schluß extra für mich an einem ziemlich gut einsehbaren Parkplatz. Immerhin gab es dafür ein Lob:

1. ich musste nicht "zu" oft
2. ich bin flexibel was die Örtlichkeit betrifft.

Nicht, dass dies meinen Ehrgeiz anstacheln würde und ich deshalb weniger trinke oder durch Verkneifen eine Harnwegsinfektion riskiere - aber so ein Lob nehme ich doch gerne.

Fazit Tag 1:
Zwerge und Biker mögen Erdbeerkuchen




(Fortsetzung folgt...)

Montag, 23. August 2010

Motorradwerkstatt für Pilotprojekt gesucht

©pauline/pixelio.de
In Zusammenarbeit mit Motorrad-, Tuning- und Customizing-Werkstätten möchte ich Motorrad-Technikkurse für Frauen anbieten. Diese werden über ein neues Internetportal vermarket. Zunächst soll in einem Pilotprojekt das Konzept feingeschliffen und konkretisiert werden. Es dient als Basis für weitere interessierte Werkstätten, mit dem Ziel, ein Netzwerk für Technikkurse in D-A-CH aufzubauen.

In diesem Zusammenhang suche ich Werkstätten, die in dieser Idee eine Chance sehen, neue Kunden zu gewinnen, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und das Image von Werkstätten zu verbessern. Besonders nach dem verherenden Werkstatttest, den ADAC und die Zeitschrift Motorrad im Frühjahr 2010 durchgeführt haben, ist es nötig, aktiv zu werden, damit die Werkstatt wieder als zuverlässiger Partner wahrgenommen wird.

Wenn Du eine Werkstatt betreibst, Dein technisches Wissen kompetent und verständlich weitergeben kannst, einen ernsthaften und interessierten Umgang mit Bikerinnen hast und offen für Neues bist, melde Dich bei mir zum Pilotprojekt an. Weitere Informationen bekommst Du telefonisch von mir.



Deine Daten werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben und es entstehen auch keine Kosten durch die Anmeldung. Sie dient lediglich der Kontaktaufnahme.

Mittwoch, 18. August 2010

Schöne Zephyr

Quelle: www.sl-motorrad.de
Ich wusste, dass ich ein tolles Motorrad habe. Abgesehen von der nicht mehr ganz aktuellen Technik, dem fehlenden ABS und einem nur einigermaßen abgestimmten Fahrwerk, sieht das Motorrad einfach klasse aus. Voraussetzung - es ist poliert. Da mein Motorrad ein Gebrauchsgegenstand ist und kein Fotomodell, gestatte ich mir tote Fliegen am Scheinwerfer, verkrustete Felgen und ein wenig Straßenstaub.

Die Zephyr so schön in Szene gesetzt hat das Team von SL Motorrad. Das komlpette Angebot des Fotografenduos Rüdiger Schestag und Uwe Leiber findet ihr hier

Donnerstag, 5. August 2010

Meerschweinchen lenken von Harley-Davidson ab

Meerschweinchen Jimmy
Eigentlich wollte ich ja meine Gedanken zur neuen Harley-Davidson Sportster Superlow XL 883 L bloggen. Besser gesagt, zum Beitrag auf Motorrad-Online, der mit der Überschrift "Der Frauenversteher unter den Choppern" meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Auch die Meerschweinchen Jimmy und Johnny, denen ich für zwei Wochen Asyl gebe, haben meine Aufmerksamkeit geweckt. Ich finde Harleys cool und Meerschweinchen niedlich. Wie passt das denn?

Während ich mich noch frage, ob Meerschweinchen überhaupt eine Existenzberechtigung haben, sind wahre Fans der Nagetierchen in Foren und Freundeskreisen unterwegs. Sie gehen zu Ausstellungen und tauschen Infos über das Züchten, über Eigenschaften der unterschiedlichen Rassen, das richtige Futter, die optimale Haltung und Krankheiten ihrer kleinen Freunde aus. Sie bestellen Futter und Zubehör online und stellen haufenweise Bilder ins Internet.

(Quelle: www.kleintiernews.de)
Biker machen das auch. Sie treffen sich in Bikertreffs, führen Benzingespräche, geben sich Tipps zur richtigen Pflege ihres motorisierten Lieblings und tauschen sich über ihre Erlebnisse auf der Straße aus. Sind Biker also verkappte Meerschweinchenliebhaber oder Meerschweinchenbesitzer verhinderte Moppedfahrer? 



Immerhin ist die Geschwindigkeitmessung bei Motorradfahrern einfacher. Und Meerschweinchen können keinen Strafzettel bekommen, wenn sie vollgas geben.



Und es gibt eine Verwendung für Meerschweinchen (abgesehen vom Aufessen), die Meerschweinchenbesitzer deutlich von Motorradfahrern unterschieden. Seht selbst:

Mittwoch, 28. Juli 2010

Frauentrainings bei Harley-Davidson

(Bild: bikerszene.de)
Die Harley-Davidson Academy of Motorcycling wirbt für die nächste Saison mit einem Frauentraining. Wieder einzusteigen oder einfach mehr Sicherheit beim Fahren zu erlangen sind das Ziel. Sogar eine Trainerin wurde engagiert: Nathalie Alversleben.

"Klasse Sache", denke ich mir und folge dem Link auf die Homepage von HD. In Erwartung das Thema groß aufgemacht zu finden, werde ich herb enttäuscht. Ich finde Trainings - aber Frauentrainings? Fehlanzeige. Dafür sind die Termine von 2009 noch online. Ich gebe nicht auf und gehe auf die Seiten des Robinson Clubs, der als Partner genannt wird. Auch dort nichts von Frauentrainings zu finden. Hat bikerszene, die Quelle meiner Information, da etwas falsch verstanden?

Also rufe ich den genannten Ansprechpartner an, habe ein sehr nettes Gespräch und erfahre, dass die Termine für 2011 noch nicht online sind, dass elf Prozent der Harleys von Frauen gefahren werden (Respekt!) und, dass es auch 14-Tage Führerscheinkurse gibt, die vor allem bei Frauen beliebt seien. Das kann ich gut verstehen, denn warum nicht den Urlaub nutzen und den Motorradführerschein machen. Andere büffeln für einen Segelschein im Urlaub und können dann nicht mit ihrem Schiff nach hause fahren - mit der Harley aber schon.

Also, hier noch einmal die Eckdaten:
  • "Ladies-only"-Motorradfahrtraining exklusiv für Frauen
  • Veranstalter ist die Harley-Davidson Academy of Motorcycling
  • vom 20. bis 22. Mai 2011
  • im ROBINSON Club Fleesensee (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Ansprechpartner: Günther Kanz unter 0151 12435545

Dienstag, 27. Juli 2010

Karlsruher Motorradhändler solidarisieren sich

Der Spruch "Konkurrenz belebt das Geschäft" hat vor allem für den Verbraucher Vorteile. Denn der Kampf um den Kunden wird häufig über den Preis ausgefochten, der entsprechend gesenkt wird. Diese Strategie kann jedoch für einzelne Händler verherend sein. Niedrigere Preise verringern die Einnahmen, doch die Kosten bleiben und wollen nach wie vor gedeckt werden. Und zum Leben muss auch noch etwas übrig bleiben.

Wer sich an der Geiz-ist-geil-Strategie nicht beteiligen will, muss einen anderen Weg gehen: Coopetition ist eine gute Lösung. Die Angebote bündeln und Synnergien nutzen. So machen es die Motorrad- und Zubehörhändler in Karlsruhe. Hinter dem Portal www.moto24.de stecken fünf Unternehmen aus der karlsruher Motorradbranche. Ihr Ziel ist es, ein größtmögliches, qualitativ hochwertiges Sortiment rund um das Thema Motorrad zu bieten. Dazu gehören sowohl ein umfassendes Zubehörprogramm als auch Originalzubehör u.- bekleidung von namhaften Motorradherstellern.


Natürlich habe ich mir als erstes die Angebote für Frauen angeschaut. Sie sind gut beschrieben und die Bilder vergrößern sich beim Anklicken - so wie ich es von einem Webshop erwarte. Die sofortige Aufteilung in Damen und Herren mit gleichen Unterkategorien finde ich gut und übersichtlich. Es gibt einige Unisex-Produkte, die bei Damen und Herren gleichermaßen auftauchen. So muss man vor allem bei T-Shirts und Pullovern genau hinschauen, wenn man einen Damenschnitt bevorzugt.

Dienstag, 13. Juli 2010

Amazonentreffen 2010

War das schön - mit lauter interessanten Frauen Motorrad zu fahren. 13 Amazonen trafen sich im Hotel zur Post in Altenahr in der Eifel. Ich war sehr neugierig auf die anderen Teilnehmerinnen, wie ist ihr Fahrstil, kann ich mithalten, sind wir eher langsam unterwegs, Zickenterror, Männerhasstiraden?

Das Thema Frauentouren hatte ich bereits in einigen Foren zur Diskussion gestellt und bekam auch sehr kontroverse Antworten. Von Männern, die sich ausgegrenzt fühlten und Frauen, die lieber mit Männern fahren, Verständnislosigkeit auf beiden Seiten. Aber es gab auch viele offene Antworten von Frauen und Männern, die von ihren Erlebnissen berichteten und die durchaus die Vorteile und einen Sinn in getrennten Gruppen sehen - ohne in einen Geschlechterkampf einzusteigen.

Etwas verspätet und ziemlich verschwitzt (es waren bereits fast 30 Grad), traf ich mich mit Karin am Autobabahnparkplatz "Trollmühle" an der A 61. Wir kannten uns bis dahin nur über xing und per Telefon, waren aber sofort auf einer Wellenlänge. Wir besprachen, welche die schönste Strecke zum Hotel sein wird und fuhren gemeinsam weiter. Dank GPS an Karins KTM kamen wir gut voran. Auch Straßensperren und kleine Wanderwegchen waren keine wirklichen Hindernisse. Ich übernahm das letzte Teilstück, ab da, wo man sich nicht mehr verfahren kann, und wir erreichten Altenahr ohne Probleme.
Das Hotel war von der Ausstattung einfach. Die Zimmer zur Straße leider etwas laut. Und ein Leuchtschild vor meinem Fenster lud unzählige Motten zu einem ausgiebigen Rundflug in meinem Zimmer ein. Diese kleinen Unwegbarkeiten wurden allerdings durch die freundlichen Mitarbeiter in Küche und Service wieder wett gemacht. Chefin und Chefkoch hatten am gleichen Tag Geburtstag und da haben die Amazonen natürlich ein Ständchen zum Besten gegeben. Außerdem gab es keine Probleme seitens der Küche bei meinem Wunsch nach vegetarischem Essen. Überhaupt, waren Menü und Buffet lecker und vielseitig in der Auswahl.
Die Ausfahrt am Samstag startete ohne Verzögerung. Schnell war die Reihenfolge festgelegt und Barbara führte uns sicher durch kurviges Gelände, vorbei an Weinbergen und durch Wälder über schöne weite und schmale Straßen, durch Serpentinen und Wiesen. Das Tempo war so, dass jede gut mitkam. Die Schnelleren ließen sich zurück fallen und schlossen wieder auf. Die norddeutsche Fraktion freute sich über dreidimensionale Kurven. In den Pausen schwitzten und schwatzten wir, bis der Regen einsetzte. Meine Kawa wollte dann nicht mehr so richtig fahren. Sie ruckelte und ich hatte ein mulmiges Gefühl. Schnell war klar, dass sie Wasser zieht. Wir kamen trotzdem alle heil im Hotel an. Ich hatte das Gefühl, dass alle dankbar waren, zu dieser Gruppe zu gehören und sich freuen, ihre Erlebnisse mit den anderen zu teilen. Von Zickenterror oder Männerhass keine Spur.

Die Gruppe entpuppte sich als fulminater kleiner Haufen mit weitangereisten Teilnehmerinnen. So ging der Long-Rider-Pokal nach Berlin, den Pechvogel bekam Melanie. Sie hatte das Treffen organisiert und stürzte einen Tag vor Abreise so unglücklich, dass sie mit dem Zug anreisen musste. An Motorrad fahren war leider nicht mehr zu denken.

Woran wir aber dachten, war Spaß zu haben. Nicht nur beim Fahren sondern auch danach. Am Samstag spielte Deutschland gegen Argentinien und gewann 4:0. Das haben wir natürlich kräftig gefeiert. Auch Benzingespräche gab es: Tipps zum Fetten der Kette, welche Reifen man fährt, das Kurvenverhalten der eigenen Maschine, Sicherheitstrainings, Urlaubserlebnisse ... Aber auch Familie und der Job waren Themen.

Zurück ging es für mich gemeinsam mit Monika, die aus Kiel in die Eifel gefahren war und mit ihrem Partner, der am Sonntag zu uns gestoßen ist. Wir sind durch die Pfalz geflitzt mit Mittagspause am Johanniskreuz, durch das schöne Elmsteiner Tal zurück nach KA. Ich bin direkt zum Motorradstammtisch weiter gefahren und habe stolz von meiner ersten Amazonentour berichtet.

Ich freue mich schon auf das Treffen im nächsten Jahr. Dann geht es für die Amazonen nach Berlin. Weitere Infos findet Ihr in xing und auf ladies-on-wheels


Montag, 12. Juli 2010

Motorradbekleidung bei Ladenzeile.de

Das "shop-in-the-shop" System, das wir von Warenhausketten kennen, hat seinen Weg ins Internet gefunden. Unter www.ladenzeile.de findet Ihr nützliche Artikel von bekannten Marken: Schuhe, Taschen, Sport, Kosmetik und - Motorradbekleidung!


Als Marktplatz führt Ladenzeile.de verschiedene Stores unter einem Dach zusammen. Viele der Motorrad-Artikel stammen aus dem Sortiment von Louis. Gut finde ich die übersichtliche Suche und das breit aufgestellte Angebot. Leider dauerte es bei mir sehr lange, bis sich die Bilder aufgebaut haben.

Ansonsten finde ich es natürlich toll, dass es in einem Portal, das Frauen zur Zielgruppe hat, unter Sport, die Kategorie Motorrad gibt. Es scheint sich rumzusprechen, dass Frauen im Internet shoppen und Motorrad fahren :)

Mittwoch, 7. Juli 2010

Gastbeitrag: Kooperation statt Konfrontation

Meine Freundin Annette engagiert sich seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen für die Gleichstellung von Mann und Frau. Ihre umfangreichen Erfahrungen bringen kuriose Geschichten und nachdenklich machende Begegnungen hervor. Heute hat sie für uns  zusammengefasst, an welchen Stellen wir vor allem in unseren Köpfen blockiert sind und welche Knöpfe wir drücken können, um unser Bewusstsein zu schärfen und einen Wandel zu erreichen – vorausgesetzt, wir wollen das.
Ich wünsche eine spannende Lektüre. Wir beide freuen uns über zahlreiche Kommentare.

Über die Autorin:
Annette war eine frühe Zigeunerin, die bereits als Kind viele Male umgezogen ist. Nach ihrem Studium forschte sie zunächst als Molekularbiologin, entschied sich dann jedoch für die internationale Politik mit Stationen in Tallinn, New York und Rio de Janeiro. In New York verhandelte sie bei den Vereinten Nationen u.a. über die Menschenrechte von Frauen und Gendermainstreaming. Sie befasst sich auch mit Fragen des Bewusstseinswandels, mystischen Traditionen und meditativen Techniken.



Kooperation statt Konfrontation 

Feminismus - ist das nicht ein Thema, das schon lange als überholt gilt? Gehört es nicht zum guten Ton von Frau, sich von lila gekleideten Männerhasserinnen zu distanzieren? Die gute Nachricht ist, dass der Geschlechterkampf tatsächlich nicht das Mittel ist, um Geschlechtergerechtigkeit zu erzielen. Kooperation und Bewusstseinswandel sind hier die Stichworte. Die schlechte Nachricht ist, dass weibliche Menschen alles andere als gleichberechtigt sind.

Vor wenigen Monaten zirkulierten die offiziellen Daten zu Gewalt gegen Frauen und Lohn- und Einkommensunterschieden in Deutschland, nachzulesen auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Und siehe da - international sieht es zum Teil düster aus und Deutschland steht nicht etwa sehr gut da. Insofern ist es keine Verschwörungstheorie anzunehmen, dass hinter den vollmundigen Verkündungen, dass in Deutschland die Emanzipation verwirklicht wurde, vielleicht doch "harte" Interessen stehen. Überlegen wir einmal:  Wer kann verlieren, wenn mehr Frauen in wichtige Positionen kommen? Und welche Frauen trifft möglicherweise die Erkenntnis hart, dass es einige Geschlechtsgenossinnen wider Erwarten doch geschafft haben? Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Patriarchalische Denkweisen regieren in den Köpfen von Männern und Frauen. Daher macht auch der Geschlechterkampf keinen Sinn.

Nein, es geht um die Frage, warum wir in einer Welt leben, in der  Ressourcen wider besseres Wissen ausgebeutet werden, Menschenrechte und insbesondere die von Frauen mit den Füßen getreten werden, die Natur - unsere Lebensgrundlage - allmählich in die Knie geht und der Hitzeschlag sie auf absehbare Zeit umhauen wird. Was ist wichtiger: Reichtum und Machtfülle oder Partizipation, Wasser und saubere Luft? Ja, diese Frage haben wir schon oft gehört, doch haben wir die Konsequenzen verstanden? Denn Konsequenzen müssen wir ziehen, egal ob Frau oder Mann.

Was hat das aber mit dem Patriarchat zu tun? Patriarchat ist eben nicht nur die Unterdrückung von Frauen, auch wenn dieser Aspekt überlebenswichtig für die patriarchalische Denkweise von Menschen - Frauen und Männern - ist. Patriarchat ist eine Geisteshaltung, die auf Ängsten beruht. Aus der Angst entsteht die Auffassung, dass ich nur überleben kann, wenn ich mich vor der bösen Welt da draußen schütze. Und schon ist die win-loose Attitüde geboren: Denn nur wenn ich mir von all den Übelwollenden oder aber auch den vermeintlich Schwächeren das hole, was ich brauche und zur Sicherheit ein wenig mehr, kann ich gut überleben. Doch hier gibt es einen Denkfehler: Je mehr Menschen diese Sicht verinnerlichen, umso mehr liebe Mitbürger wollen einen tatsächlich ausbeuten. Und genau dadurch entwickelt sich die Welt zu der Kampfarena, die wir täglich in den Nachrichten sehen können.

Wird alles besser, wenn die Frauen an die Macht kommen? Darum geht es nicht wirklich. Denn was wir brauchen ist der Bewusstseinswandel, die Einsicht, dass win-win möglich ist, dass es immer Lösungen gibt, von der alle Seiten profitieren. Leben wir mit dieser Philosophie, ist die gleichberechtigte Existenz aller nicht mehr in Frage gestellt. Es wird selbstverständlich, dass man sich von der und dem anderen nicht mehr abgrenzt, sondern über Kooperation sein Leben bereichert. Sagt nicht jeder gute Unternehmer, dass sich Teamwork auszahlt?

Ist dies gesellschaftspolitisch gesprochen Utopie? Solange wir in den guten alten patriarchalischen, angstgesteuerten Mustern denken – ja. Egal, was dann in Zeitungen, in politischen Absichtserklärungen und in Blogs wie diesem hier steht. Die Frage sei erlaubt: Wer fühlt sich so richtig gut und entspannt mit dem derzeitigen Lebensgefühl? Frauen mögen da insofern manchmal ein Schrittchen voraus sein, weil sie nun einmal nicht unbedingt die Trumpfkarte gezogen haben und wenn überhaupt, sich nur mit harter Arbeit ihr Plätzchen an der Sonne erkämpfen. Mal ganz ehrlich: erscheint es nicht manchmal ein wenig widersinnig und ungerecht, so hart kämpfen oder sich in sein Schicksal ergeben zu müssen, nur weil man mit 2 Brüsten und mehr Körperfett ausgestattet wurde?

Ich glaube, dass dieser Gedanke in der einen oder anderen Form jeder Frau schon einmal durch den Kopf gegangen ist. Daher ist es womöglich nicht ganz verkehrt, in Frauen eher Agenten des Wandels zu vermuten als in relativ gesehen doch privilegierteren Männern, denen ein Systemwandel auf den ersten Blick Nachteile bringen könnte. Auf den zweiten eben nicht, denn wie bereits oben gesagt, von Kooperation profitieren mehr Menschen, unabhängig vom Geschlecht. Die Alternative kann nicht eine weitere geschlechterdiskriminierende Herrschaftsform nur unter anderen Vorzeichen sein. Somit: Wir alle müssen umdenken. Und das kann mit Humor geschehen, sogar richtig Spaß machen und abenteuerlich sein!

Freitag, 25. Juni 2010

Bin beeindruckt vom Womens Motorcross World Championship

Das Thema Motocross und Off-Road habe ich bisher nur am Rande gestreift. Außer Tina Meier, die sich mit ihrer Maschine durch Staub und Dreck quält, und eigenen Erfahrungen in Australien, die allerdings schon 15 Jahre zurück liegen - oh jeh, ich werde alt - hatte ich mit Motorrad fahren abseits von Straßen nicht viel zu tun.

Als ich jetzt über das Video vom Womens Motorcross World Championship 2010, der in Teutschnethal stattfand, gestolpert bin, war ich schwer beeindruckt. Die Frauen sind so jung und so mutig! Schaut Euch das Video an und Ihr wisst, was ich meine.

Homepage von der Gewinnerin Larissa Papenmeier

Hintergrundinfos und Bilder

Montag, 21. Juni 2010

Lust auf ein SCHUH-ting?

Eine witzige Idee auf carantaine.de. Zum Test eines gräumigen, schuhschrankähnlichen Koffersystems an einer Honda CBF1000 lädt die Agentur Mind Store Media aus München zu einem Foto-Schuh-ting ein. Frauen werden gebeten, ihre Schuhe mitzubringen. Auf das Ergebnis bin ich gespannt.

Hier geht´s zum Beitrag und zur Anmeldung
(Bild: carantaine.de)

Unterschriftenaktion für mehr Frauen in Führungspositionen

Über Frauen-Quoten wird bereits seit den 80er Jahren viel diskutiert. Offensichtlich scheint sich Gender Mainstreaming ohne Quote nicht durchsetzen zu lassen. So hat das Frauenmagazin Cosmopolitan eine Unterschriftenaktion an Bundesministerin Kristina Schröder gestartet.

Mit Deiner Unterschrift unterstützt Du die Forderung nach einem Gesetz, das Unternehmen vorschreibt, mindestens 40% der Führungsjobs mit Frauen zu besetzen. Wer unterschreibt, deren Name landet direkt auf Schröders Schreibtisch.

Hier kannst Du mitmachen: Das Ausfüllen dauert keine 30 Sekunden: www.cosmopolitan.de/job-und-karriere/frauen-quote

Wikipedia: Gender Maistreaming

Frauke gewinnt Ladies-Cup bei der GS-Challenge

... nein, nein, nicht ich. Frauke Hacker ist die abenteuerlustige Gewinnerin. Ich gratuliere ihr zum gewonnenen Ladies-Cup bei der der GS-Challenge 2010 in Niedereschbach.

Zum ersten Mal bei der Veranstaltung gab es dieses Jahr eine Damenwertung. BWM bewarb "(...) alle Enduro begeisterten Ladies, die dem starken Geschlecht zeigen wollen, dass Frauen keineswegs schlechter, vielleicht aber klüger Motorrad fahren." Ich hab´s schon immer gewusst. Und es kommt noch besser: "Schließlich sind bei der BMW Motorrad GS Challenge Germany Eigenschaften wie Orientierungsvermögen, Teamfähigkeit und Geschicklichkeit gefragt und die richtige Navigation sowie eine clevere Planung sind der Schlüssel zum Erfolg. (...)", danke BMW. Von wegen Frauen hätten keinen guten Orientierungssinn und könnten keine Karten lesen. Alles stereotype Vorurteile.

Wieviele Frauen nun am Start waren, konnte ich leider nicht herausfinden. Immerhin hat es eine Frau in die Top 20 geschafft. Die Challenge war nach Angaben der Veranstalter bei allen Teilnehmern ein voller Erfolg. Und unabhängig davon, ob man nun einen Preis gewinnt oder nicht, stehen der Fahrspaß, das Überwinden von eigenen Grenzen und das Erlebnis im Vordergrund.

Weitere Infos findet ihr hier:
www.suedkurier.de
www.touratech-video.de
www.bmw-motorrad.de/gschallenge_2010
www.adventure-magazin.de/gs_challenge_2009

Sonntag, 20. Juni 2010

Großzügige Bikerin bei Harley-Davidson

Während sich Kronprinzessin Viktoria und ihr Prinzgemahl Daniel Westling das Ja-Wort geben, erlebe ich ein Abenteuer ganz anderer Art. Zur Vorbereitung auf meinen gewonnenen Florida-Trip im Oktober, will ich mir schon mal meine Harley anschauen. Eine Softale, wie sie mir Erik von Eagle-Adventure-Tours empfohlen hat.

Da ich ja zur Fraktion der sicherheitsbewußten, niemals-ohne-Helm-und-Ritterrüstung-Fahrenden gehöre, arbeitet es innerlich in mir. Klapphelm auf Harley - uagh, sieht irgendwie komisch aus. Zum richtigen Harley-Feeling gehören in meiner Vorstellung Jeans und ein T-Shirt. Um dem annährend gerecht zu werden, entstaube ich zuerst meine Bikerboots, die ich schon sein 15 Jahren besitze, und begebe mich zu unserem örtlichen Harley-Händler.

Zunächst fühle ich mich etwas deplatziert. Niemand spricht mich an. Wahrscheinlich sieht man mir an, dass ich eigentlich einen Reiskocher fahre. Jedenfalls traue ich mich, auf allen Harleys Platz zu nehmen und überlege, ob ich mich zu einer Probefahrt anmelden soll. Ich versuche den Ständer einzuklappen und merke, dass mein Bein dafür zu kurz ist. Auch der Lenker ist so riesig, dass ich nicht am Lenkanschlag fahren kann. Und das Gewicht von über 300 kg merke ich sofort. Erste Zweifel und Schweißperlen machen sich bemerkbar.

Aber dann passiert etwas, womit ich nie gerechnet hätte. Wenn ich schon nicht von den Verkäufern angesprochen werde, dann doch wenigstens von einer Kundin. Ute, wie sich später heraus stellt, ist ganz begeistert von ihrer Harley und rät mir unbeding die Softail zu nehmen. Ich erzähle ihr von der geplanten Reise und spontan bietet sie mir an, eine Runde auf ihrem Bike zu drehen!

Schluck! Jetzt wird´s ernst. Ich habe weder Helm noch Jacke noch sonst erwas von meiner Ausrüstung dabei. Egal. Ich tu´s einfach. Utes Mann wendet die Maschine für mich und ich sitze auf. Ja, bequem ist sie, ich komme auch gut mit den Füßen auf den Boden. Wo muß ich starten? Aha, ein Knopf am Tank. Die Amaturen sind etwas spärlich. Ein Tacho, sonst nichts. Mehr brauche ich auch nicht. Und immerhin eine digitale Anzeige des Tageskilometerstands (hat meine Maschine nicht).

Ich starte. Unter mir blubberts. Das kann ja heiter werden. Die ersten Meter sind zaghaft. Ich muss ziemlich viel Gas geben um die - wieviel Kubik? - 1300? - zum Fahren zu bringen. Dann kommt schon die erste Kreuzung und ich muss mich entschieden: rechts oder links? Gerade in diesem Moment fährt ein Polizeiauto vorbei. Und ich habe keinen Helm auf. Zum Glück interessieren sie sich nicht für mich. Also entschließe ich mich für rechts, um mich nach 20 Metern doch wieder umzuentscheiden. Grrr - illegales Wenden mit 300 kg unterm Hintern, die mir nicht gehören. Aber es klappt erstaunlich gut. Die Harley blubbert zügig in die von mir gewünschte Richtung. Die Scheibe ist etwas gewöhnungsbedürftig, da sie genau in Augenhöhe ist. Ich konzentriere mich auf die Straße weit vor mir. biege ab, wende an einem Erdbeerstand und versuche, den Weg zurück zu finden.  Und was soll ich sagen: es macht tierisch Spaß.

Wie lange ich unterwegs war, weiß ich nicht. Wahrscheinlich unhöflich lange. Ute ist nicht verärgert. Ich bringe ihr Bike hiel zurück, bedanke mich euphorische 1000 Mal und bin überglücklich. Ich fühle mich wie Renegade. Ihr wisst schon, Lorenzo Lamas aus der gleichnamigen 90er-Jahre Serie, der immer ohne Helm, also genauso wie ich, mit seiner Chrom-und-Flammen Harley quer durch die USA gedüst ist und Verbrecher gejagt hat. Nur hatte der nie zerzauste Haare... .

Gender-Gedanke in der Motorradszene

Es tut sich was in der Motorradbranche. Während in vielen Szenemagazinen und Branchenmedien Frauen nach wie vor das blonde Zubehör zur Erfüllung von Männerträumen sind, frei nach dem Motto "sex sells", verpassen Hersteller und Anbieter die Chance, die intelligente Bikerin als Kundin zu gewinnen. Eine Gruppe, die sich in den letzten 10 Jahren im Schattendasein einer männlich dominierten Szene gebildet hat.

Ich gehöre zu dieser Gruppe und mache mir nun intensiv Gedanken, wie sich das Miteinander von Männern und Frauen in der Motorradszene optimieren lässt. Dabei ist es mir wichtig, die eigene Identität zu entdecken und mit diesem Bewußtsein aus klischeebehafteten Rollen herauszutreten und etwas Neues zu erschaffen. Das gilt übrigens gleichermaßen für Frauen und für Männer.

Im meinem Beitrag "Gender-Mainstream in der Motorradszene", der auf carantaine.de veröffentlicht wurde, habe ich meine Gedanken zusammengefasst und freue mich, wenn Ihr kräftig mitdiskutiert.

Hier geht´s zum Beitrag.

Dienstag, 15. Juni 2010

Vorausfahren - wo die Angst ist, ist der Weg

Irgendwann musste es ja mal sein, dass ich mich aus dem Schutz der Gruppe heraus wage und als Guide voraus fahre. Und nicht nur das. Zuerst musste ich mir eine Strecke zusammensuchen. Start und Ziel waren klar. Es sollte ins Saarland gehen, ein Besuch auf der Emmes in Saarlouis mit Übernachtung in Saarbrücken. Doch bevor ich die Strecke mit Google Maps ermitteln und anschließend in meine Karte übertragen konnte (s. Bild), musste ich mich zuerst ein paar Ängsten stellen:
  1. Ich könnte mich verfahren, orientierungslos in der Gegend umherirren, dadurch viel zu spät ankommen und den anderen das Wochenende versauen.
  2. Ich könnte einen Unfall haben, was meinen Mitfahrer überfordert und sterben.
  3. Ich finde nicht rechtzeitig eine Tankstelle.
  4. Ich könnte durch die Kurven eiern und wäre ein schlechtes Vorbild.
Alles Quatsch? Vielleicht. In meinem Kopf sah ich die Bilder zu den Ängsten und zwar sehr real. Das ist so ähnlich, wie mit einem unangenehmen Telefonat, vor dem man sich ewig drückt. Obwohl einem, bei genauem Hinschauen, am Telefon nichts passieren kann. Die Angst davor, etwas blödes zu sagen, jemanden zu verletzen, Schuldgefühle zu bekommen, weil etwas passiert, das man nicht wollte u.s.w, u.s.w.. Oder mit  einer Person, der man bewußt aus dem Weg geht. Man führt mit ihr Dialoge im Kopf und verliert den Kontakt zum Wesentlichen - zu sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen die hinter der Angst stecken.

Bei mir meldete sich aber auch noch ein anderes Gefühl. Es war die Sehnsucht nach Unabhängigkeit, der Wunsch danach, Verantwortung zu übernehmen, den Fortschritt und den Erfolg zu spüren. Und das gelingt mir nur, wenn ich meine Ängste überwinde.

Also, habe ich mir vor Augen geführt, was ich alles kann:
  1. Meine Kurventechnik ist gut. Die habe ich in zahlreichen Sicherheitstrainings geübt.
  2. Ich komme in jeder Gruppe mit und wenn es mir zu schnell wird, traue ich mich, es in der Pause zu sagen (was schon lange nicht mehr vorgekommen ist).
  3. Ich bin im ADAC und spreche ein wenig Französisch (falls wir im Elsass liegen bleiben). Ich kann mir also helfen.
  4. Ich kann eine Karte lesen und kenne sogar Teilstücke der Strecke.
  5. Wir sind zu zweit und es ist keine Schande sich zu verfahren.
Mit diesen Gedanken fühle ich mich gestärkt und freue mich auf meinen ersten Einsatz als Tourguide.

Tja, und was soll ich sagen, es hat alles geklappt. Wir hatten ein tolles Wochenende, sind eine wunderschöne Strecke hin und zurück gefahren, haben sogar eine "route barré" genommen (es war Sonntag), eine Eispause an einem erfrischenden Badesee eingelegt und sind glücklich wieder daheim gelandet.

Sonntag, 13. Juni 2010

Jogger und Hundebesitzer - Feindschaft muss nicht sein

Heute morgen war ich mal wieder joggen. Meine Hausstrecke, erst durch den Ort, dann über die Schneckenbrücke, durch ein Wohngebiet und schließlich durch ein großes Feld. Wenn ich früh unterwegs bin, habe ich hier schon mal ein Reh gesehen, Reiher am Fluss und freilebende Gänse. Auch Menschen mit Hunden sind unterwegs.

Leider sind diese oft nicht gut erzogen - die Hunde. Sie rennen rum, bellen, und hören kein bisschen auf das Rufen ihrer Besitzer. So auch heute morgen. Der Besitzer hat mich gesehen, als ich von hinten gemütlich angejoggt kam. Der Hund auch. Als ich an dem Mann vorbei kam, sprang der Hund natürlich ohne Leine lustig auf dem Weg herum und war vom Rufen seines Herrchens völlig unbeeindruckt.

Da ich mit Hunden schon schlechte Erfahrungen gemacht habe und mir klar war, dass es sich hier um die klassische der-nacht-nix-der-will-nur-spielen-Nummer handelt, habe ich mein Tempo vom Joggen ins Gehen verlangsamt. Ich bin kein Spielobjekt für Hunde und will auch nicht angesprungen, verbellt, vollgesabbert oder gar gebissen werden.

Nach meiner Bemerkung, dass dieser Hund ja super auf sein Herrchen höre, empörte sich dieses, von wegen, der Hund höre so gut wie manches Kind und sei auch gar nicht an mir interessiert und ich wäre agressiv und überhaupt, stünde geschrieben (woauch immer), dass Jogger bei Hunden langsam machen müssen (was ich ja zu meiner eigenen Sicherheit auch getan habe). Bisher bin ich allerdings auch nochnie von einem Kind gebissen worden und zweitens wenn überhaupt etwas geschrieben steht, dann ist es, dass Hunde an der Leine zu führen sind, vor allem dann, wenn sie nicht gehorchen.

Der Hundebesitzer zeigte sich völlig uneinsichtig auch auf meinen Einwand, dass ich Angst hätte. Der Hund hat mir letztendlich nichts getan. Doch ich ärgere mich über verantwortungs- und rücksichtslose Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner nicht erziehen. Hätte der Hund brav sitz neben seinem Herrchen gemacht, wäre ich entspannt vorbeigejoggt, hätte freundlich gegrüßt und mich bedankt - für das Verständnis und die Übernahme von Verantwortung. So aber haben wir uns beide geärgert und ich meinen Schnitt versaut.

Tipp für Hundebesitzer: Hilfe ein Jogger

Dienstag, 1. Juni 2010

Frauen-Power bei RTS-Racing

Der österreichsiche Rennveranstalter RTS Racing, gegründet und geführt von Andrea Kriechbaumer, will mehr Frauen motivieren, auf der Rennstrecke zu fahren. Dazu bietet er ein attraktives Angebot:
  • Frauen bekommen ab sofort auf alle Termine 25% Rabatt + Instruktor
  • Ab 4 Frauen gibt es eine BOX GRATIS + Instruktor
  • Im Büro erwarten euch Frühstück und Kaffee
  • 2 Spritzer gratis zur Samstagabend Party

    Mehr Infos findest du auf www.rts-racing.com
    (Quelle: www.speedladies.com)

    Fahren auf der Rennstrecke macht nicht nur tierisch Spaß, sondern bringt auch Erfahrungswerte für die Sicherheit auf der Straße. Ich selbst war vor zwei Jahren in Anneau du Rhin, wo auch das Titelfoto des Blogs aufgenommen wurde, und kann Euch ein solches Training nur wärmstens ans Herz legen. Ich konnte dort an meiner Blickführung arbeiten und sehen, was mein Motorrad alles kann. Heute fühle ich mich in Kurven und in Schräglage sicher. Das Training auf der Rennstrecke hat dazu einiges beigetragen.

    Montag, 31. Mai 2010

    Eine Frau, ein Motorrad, Durst, Schweiß und Tränen







    Spannender Dia-Vortag von Christina Meier, Motorradralleyfahrerin und Fotojournalistin, über ihre erfolgreiche Teilnahme an der härtesten Rallye der Welt.

    Dakar Dia-Vortrag am
    09.06.2010 - 20 Uhr
    im BeLaMi in Hamburg-Bergedorf.
    Eintritt frei

    Im Gepäck dabei:
    ihr Dakar Rallyebike, viele spannende Fotos und Dakar-Requisiten.

    Den kompletten Beitrag lesen Sie auf http://dirtgirls.de